Dein erstes Foto konkurriert im Raster mit dreißig anderen Miniaturansichten. Es muss nicht schön sein — es muss in Miniaturgröße lesbar sein. Wenn man in einer halben Sekunde nicht erkennt, was es ist, hast du verloren.
Licht, und sonst nichts
Neunzig Prozent der schlechten Fotos sind schlicht zu dunkel. Stell dich tagsüber ans Fenster, mit seitlichem Licht. Schalte Kunstlicht aus: die Mischung aus gelber Lampe und Tageslicht erzeugt den schmutzigen Farbton, der einwandfreie Kleidung getragen aussehen lässt.
Kein direkter Blitz. Er plättet die Struktur, brennt helle Farben aus und verrät den Amateur.
Ein Hintergrund, der verschwindet
Eine glatte Wand, eine Tür, ein straff gezogenes Laken. Der Hintergrund soll nichts beitragen: jeder erkennbare Gegenstand am Bildrand — eine Heizung, ein Ladekabel, eine Pflanze — zieht den Blick vom Produkt weg.
Das zerknitterte Bett ist der häufigste Fehler auf Vinted. Es signalisiert Nachlässigkeit, und Käufer übertragen das auf den Zustand der Ware.
Bildausschnitt und Anzahl
Fünf bis sechs Bilder genügen, in dieser Reihenfolge: ganzes Teil von vorn, Rückseite, Markenetikett, Zusammensetzung und Größe, und eine Nahaufnahme jedes Mangels. Im Zweifel ein Foto am Körper ergänzen — bei Kleidung konvertiert das deutlich besser.
Zeig den Mangel. Einen Fleck zu verbergen verhindert die Rücksendung nicht, es verschiebt sie nur und kostet dich eine schlechte Bewertung.
Fehler, die eine Anzeige ruinieren
Wasserzeichen anderer Plattformen, Screenshots von Webseiten, Katalogbilder des Herstellers: das wirkt nicht nur unseriös, Vinted kann die Anzeige auch entfernen. Wenn du Artikel von anderswo überträgst, achte darauf, dass keine fremden Logos im Bild sind.
Und übertreib es nicht mit Filtern. Eine Farbe, die nicht der Realität entspricht, erzeugt Rücksendungen — und die wiegen in deinem Profil schwerer als ein unspektakuläres Foto.
Prüf erst, ob deine Artikel überhaupt gesehen werden. Eine drei Wochen alte Anzeige erscheint kaum noch in den Ergebnissen, und daran ändert kein Foto etwas. Die sieben Gründe, warum du nichts verkaufst.